Wir lernen uns kennen. Judentum

Islamische Gemeinde • 28. Juni 2018

„ La ilahe illallah ( arabisch)oder Eyn Elohim ela Elohim ( Hebräisch ) „ Der Islam und der Judentum haben mehr Gemeinsamkeiten als die Gewissheit und das gemeinsame Bekenntnis „ Es gibt kein Gott außer Gott„

Ich möchte heute das „ Verbindende „ und nicht das „ Unterscheidende“ der drei großen monotheistischen Religionen hervorheben. Über die Unterschiede wird tagtäglich gesprochen und berichtet. „ Mit diesen Worten begann Dr. Michael Rosenkranz, Vorsitzende des Gemeinderates der Jüdischen Gemeinde Bochum, Herne, Hattingen, am 28.06.2018 seinen fast anderthalb Stunden andauernden Vortrag über das Judentum, in den Räumlichkeiten der islamischen Gemeinde Röhlinghausen.

Von Beschneidung bis Kopfbedeckung, bis zu Gottesliebe und Hingabe sind viele Gebote und Verbote sehr ähnlich, wenn es auch anders praktiziert wird. So die Feststellung nicht nur von Dr. Michael Rosenkranz, sondern auch der Besucher. „ Ich war positiv überrascht als ich die vielen Gemeinsamkeiten zwischen Judentum und Islam gehört habe“ So Sadiye Davulcu Jugendleiterin der Gemeinde.

Ich habe vieles dazu gelernt und konnte auch nach der Veranstaltung besser nachvollziehen, dass alle monotheistischen Religionen eine gemeinsame Quelle haben. Als Muslim sind wir sowieso verpflichtet an alle Propheten darunter auch Moses und Jesus zu glauben.", so Herr Tuncay Nazik

An der Diskussion Runde gab es noch viele Fragen an das höchste jüdische Fest Sabbat. Die Feststellung dass Sabbat mehr als ein bloßer Ruhetag bedeutet und nicht nur für Juden ein Geschenk Gottes sondern für alle Menschen ist , war für viele Teilnehmer neu.

Und was ist das wichtigste Gebot der Thora „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ "Und gleichermaßen wichtig ist, dass der Mensch Ebenbild Gottes ist. Wenn wir ein Mensch begegnen sehen wir Antlitz Gottes.", so Dr. Rosenkranz.

Ein Bittgebet von Herrn Rosenkranz gab es noch für die Gemeinde: "Möge Eure Gemeinde gesegnet sein und unbeirrt und unangefeindet ihren guten Weg gehen.“ 

Die Veranstaltung ist die zweite von insgesamt drei Veranstaltungen die unter dem Titel „ Wir lernen uns kennen „ stattfand. Für weitere Veranstaltungen über den Islam und Christentum sind alle Bürger und Bürgerinnen herzlich eingeladen.

Für die Besucher sind die Teilnahme an den Veranstaltungen und die Versorgung kostenfrei. Die Maßnahmen werden durch das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, im Rahmen des Förderprogramms KOMM AN NRW , gefördert.

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17.04.2026, Herne - Im Rahmen des Religionsunterrichtes besuchte die Klasse 8c und 8d des Pestalozzi-Gymnasiums unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Lodewig die Islamische Gemeinde Röhlinghausen. Inhaltlich gab es einen Input zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen Judentum, Christentum und Islam. Anschließend konnten die Schüler:innen Tischtennis und Kicker spielen. Der Besuch wurde von Tuncay Nazik und Salih Davulcu begleitet. Mit dem neuen Projekt „Friedensbotschafter:innen“ bietet die Gemeinde Schulen ein Angebot für Dialog, Begegnung und gegenseitiges Verständnis an. Dabei knüpft sie auch an das bekannte Wort von Hans Küng an: „Kein Friede unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen.“
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